Cabrio-Touren in Südtirol

Südtirol bietet eigentlich alles, was man für eine Cabrio-Tour braucht: herrliche Landschaften, Gebirge, kleine Straßen, schöne Ausblicke, und vor allem: gutes Wetter!

Wir haben Ihnen hier eine kleine Auswahl an Touren zusammengestellt, die Sie nicht nur mit dem Cabrio, sondern auch mit dem Motorrad oder dem "normalen" Auto machen können.


Cabriotour nach Meran

Die Tour führt von Tramin aus über die Weinstraße an Kaltern und Eppan vorbei in Richtung Bozen, wir umfahren das Stadtzentrum aber in Richtung Gries und folgen dann der Straße hinauf nach Jenesien. Schnell ist man nun auf über 1200m Höhe und hat einen herrlichen Blick hinunter nach Bozen und in das Überetsch. Man folgt der Straße SP99 weiter in Richtung Schermoossattel und geniesst die Aussicht auf die Dolomiten im Osten und die Ortlergruppe im Westen. Weiter geht es in Richtung Meran wieder talwärts, und ein Halt ist hier sicher eine gute Idee. Das Parkhaus an der Therme liegt direkt an der Altstadt, die man über eine Brücke über die Passer erreicht. Nach einem Espresso, einem Eis oder einem Imbiss geht es dann zurück in Richtung Tramin, aber nicht auf der "MeBo" (die Schnellstraße zwischen Meran und Bozen), sondern über die Gemeinden am westlichen Talrand des Etschtales. In Eppan erreicht man dann wieder die Weinstraße und folgt dieser zurück nach Tramin.

Streckenlänge: ca. 130km, reine Fahrzeit etwa drei Stunden (Cabrio/Pkw).


Ins Vinschgau aufs Stifser Joch

Eine herrliche Hochgebirgstour führt uns über Meran ins Vinschgau und dann über das Stilfer Joch auf 2758m Höhe mit atemberaubenden Ausblicken in die Gebirgswelt der Ortlergruppe und der Texelgruppe im Norden. Vor der Fahrt sollte man sich vergewissern, ob die Passstraße auch frei ist, auch im Sommer kann es durchaus in der Höhe zu nächtlichem Schneefall kommen, so dass die Strecke gesprerrt werden muss.
Bis ins Vinschgau folgen wir der "MeBo" SS38 nach Meran und weiter über Rabland, Naturns, Schlanders bis nach Spondinig, wo die Passstraße links in Richtung Stilfser Joch abzweigt. Nach einigen Kilometern beginnt dann der Aufstieg zum Joch, den man sich allerdings mit vielen Motorrad- und Radfahrern teilen muss, nicht immer wird da allzu genau auf die Straßenordnung geachtet und schon mal in einer Serpentine wild überholt. Auch eine Buslinie führt aufs Joch hinaus, hier ist bei einer Begegnung mit dem Bus spezielle Vorsicht geboten, da die Straße doch relativ eng ist. Nach 48 Kurven hat man dann die Passhöhe erreicht und kann sich, wenn man einen passenden Parkplatz findet, die Hochgebiergswelt anschauen. Im Sommerhalbjahr sollte man die Sonnencreme nicht vergessen, auf knapp 3000m ist der Sonnenbrand im luftigen Cabrio schneller da als gedacht.

Weiter geht es dann in Richtung Bormio, am Umbrailpass biegt man dann rechts ab auf Umbrail-Passstraße in Richtung Santa Maria im Münstertal. Dieser Abschnitt ist deutlich ruhiger als das Stilfer Joch, bietet aber ebenso schöne Ausblicke in die Bergwelt ringsum. Inzwischen sind wir in der Schweiz (Grenzkontrollen gibt es ja keine mehr, aber der Zollposten oben am Umbrailpass existiert noch), und wieder zurück im Tal in Santa Maria folgt man dann der Verbindungsstraße in Richtung Müstair, kurz danach ist man wieder in Italien und folgt der SS41 bis Glurns, biegt rechts ab auf die SP50 nach Prad und dann geht es über Spondinig in Richtung Meran und Bozen wieder nach Tramin.

Als Alternative kann man, wenn man den Rückweg nicht durch das Vinschgau nehmen möchte, auch am Umbrailpass weiter in Richtung Bormio fahren und dann über Ponte di Legno, Terzolas und Fondo über den Mendelpass nach Kaltern fahren, ebenfalls eine sehr interessante Strecke durch eine Gegend, die touristisch nicht ganz so erschlossen ist wie Südtirol und echtes Italien-Feeling bietet.

Streckenlänge: ca. 330km, reine Fahrzeit ca. 6 Stunden, über Bormio: 280km, Fahrzeit 6 Stunden.


Dolomiten-Tour

Wer noch nicht genügend Hochgebirge "erfahren" kann es nun ja einmal in den Dolomiten versuchen: von Tramin aus geht es über Auer über die SS48 in Richtung Cavalese. Am Ortseingang von Montan zweigt man rechts und dann gleich wieder links ab und fährt durch den alten Ortskern von Montan über die SP59 ins Mühlental. Nun wird es ruhig und idyllisch, rechts hat man Aussicht ins Etschtal zur Salurner Klause. Weiter geht es über Mühlen in Richtung Truden, wo man schon mal eine erste Rast einlegen und die Aussicht geniessen kann.
Nun geht es wieder talwärts bis Kaltenbrunn/Fontanefredde, hier biegt man links ab auf die SS48 in Richtung Auer bis zur Abzweigung rechts auf die SP72 nach Aldein, Petersberg und Deutschnofen. Man folgt der Straße über die Hochebene , an der Einmündung der SP72 in die SS620 biegt man links ab, nach einigen Kilometern geht es dann in Birchabruck rechts über die SS241 in Richtung Welschnofen und Karer See. Nun hat man den Rosengarten und Schlern  in voller Pracht vor sich, ein Fotohalt kann hier sicher nicht schaden.
Kurz hinter dem Karer See biegt man links auf die Nigerpassstraße ab und folgt dieser in Richtung Tiers. An der Frommeralm sollte man einen Halt für eine Rast einlegen, von der Sonnenterrasse aus hat man einen herrlichen Blick in Richtung Südwesten, der nur durch die dort servierten Kasködel und den Kaiserschmarrn überboten wird.
Weiter geht es dann wieder talwärts über Tiers bis nach Blumau im Eisacktal, hier kann man dann entweder über die Autobahn oder die Staatsstraße wieder zurück nach Tramin fahren. Auf dem Rückweg bietet sich noch ein Zwischenstopp mit einem kurzen Bummel durch die Bozner Alstadt mit einem Espresso am Waltherplatz an.

Fahrstrecke: ca. 150km, reine Fahrtdauer: ca. drei Stunden